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Finanzen

Dein Job ist real. Dein Konto auch

Als Lehrling hast du ein regelmäßiges Einkommen und wirst davon verschiedene Dinge bezahlen müssen wie z.B. Miete, Essen, Kleidung, Öffi-Ticket oder Handy. Wir haben hier ein paar Anregungen und Tipps zusammengestellt, die dabei unterstützen sollen, dass du mit deinem Geld gut über die Runden kommst.

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Überblick über Geld bekommen – so geht´s

Der erste Schritt ist einfach: aufschreiben.
Schau dir an, wie viel Geld jeden Monat reinkommt (z. B. Lehrlingsgehalt, Beihilfen, Unterstützung).

Dann schreib auf, wofür du Geld ausgibst:
Miete oder Anteil zuhause, Öffi-Ticket, Handy, Essen, Kleidung, Freizeit.

Am besten notierst du alles einen Monat lang – in einer Notiz am Handy, in einer App oder auf Papier.

So siehst du schnell:

  • Wofür geht mein Geld weg?
  • Was kostet mich jeden Monat fix?
  • Wie viel bleibt übrig?

Mit diesem Überblick kannst du leichter planen, sparen oder etwas verändern.
Schon ein paar Minuten pro Woche helfen, dein Geld besser im Griff zu haben.

Gute Noten können dir Vorteile bringen:
  • Manche Betriebe geben Prämien oder Belohnungen.
  • Du hast bessere Chancen bei der Lehrabschlussprüfung.
  • Dein Zeugnis sieht besser aus, wenn du dich später bewirbst.
  • Du fühlst dich sicherer und selbstbewusster.
Gibt es Tools für den Finanzüberblick?

Ja, es gibt einige einfache Tools, mit denen Lehrlinge einen Überblick über ihr Geld bekommen können. Wichtig ist: Das Tool soll leicht zu benutzen sein – sonst nutzt man es nicht lange.

Apps fürs Handy

Diese Apps helfen, Einnahmen und Ausgaben zu notieren oder automatisch zu kategorisieren.

  • Money Manager Expense & Budget
    Sehr übersichtlich, Ausgaben lassen sich schnell eintragen und nach Kategorien sortieren.
  • Spendee
    Schön gestaltet, zeigt grafisch, wohin das Geld geht.
  • Wallet – Budget & Money Manager
    Kann auch mit Bankkonten verbunden werden und erstellt automatisch Übersichten.

Einfache Tabellen

Wer es ganz simpel will, kann auch eine Tabelle nutzen:

  • Microsoft Excel
  • Google Sheets

Dort kann man zwei Spalten machen:

  • Einnahmen
  • Ausgaben

Am Ende sieht man sofort:

  • Was kommt rein?
  • Was geht raus?
  • Was bleibt übrig?

✏️ Low-Tech: Notizbuch oder Handy-Notizen

Manche finden es sogar am einfachsten, alles kurz aufzuschreiben:

  • Datum
  • Betrag
  • Wofür das Geld war

Schon nach ein bis zwei Wochen erkennt man Muster.

✅ Tipp: Egal welches Tool – wichtig ist, regelmäßig eintragen (z. B. einmal pro Woche). Dann behält man sein Geld viel leichter im Blick.

Was kann ich machen, wenn ich mit meinem Geld nicht auskomme?

Wenn das Geld als Lehrling in Wien nicht bis zum Monatsende reicht, gibt es ein paar konkrete Schritte und Anlaufstellen, die helfen können.

Überblick über Geld bekommen

Zuerst lohnt es sich, einen einfachen Überblick zu machen:

  • Wie viel Geld kommt jeden Monat rein (Lehrlingsentschädigung, Unterstützung)?
  • Und wofür geht Geld raus (Handy, Öffis, Essen, Freizeit, Miete)?

Wenn du weißt, wo dein Geld hingeht, kannst du besser planen und sehen, wo sich etwas ändern lässt.

Unterstützungen prüfen

In Österreich gibt es Beihilfen, die auch Lehrlinge betreffen können:

  • Berufsausbildungsbeihilfe – Unterstützung für Lehrlinge, wenn das Einkommen nicht reicht
  • Familienbeihilfe – wird oft an Eltern ausgezahlt, kann aber für Lehrlinge gedacht sein
  • Wohnbeihilfe der Stadt Wien – möglich, wenn man eine eigene Wohnung hat

Es lohnt sich zu prüfen, ob ein Anspruch besteht.

Vergünstigungen nutzen

In Wien gibt es auch Ermäßigungen für junge Menschen und Lehrlinge, zum Beispiel beim Öffi-Ticket der Wiener Linien oder bei Freizeit- und Kulturangeboten.

Beratung holen

Wenn das Geld dauerhaft nicht reicht, kannst du dir kostenlos Hilfe holen. In Wien zum Beispiel bei:

  • Arbeiterkammer Wien – Beratung zu Arbeit, Einkommen und Ansprüchen
  • Schuldnerberatung Wien – Unterstützung bei Geldproblemen oder Schulden

Dort kannst du gemeinsam schauen:

  • welche Unterstützung es gibt
  • wie du dein Budget besser planen kannst

Wichtig

Du musst das nicht allein schaffen. Viele Lehrlinge haben zeitweise Geldstress – Beratung kann helfen, Lösungen zu finden und Druck rauszunehmen.

Was kann ich machen, wenn mir monatlich Geld übrigbleibt?

Wenn dir am Monatsende Geld übrigbleibt, ist das eine gute Chance, sich finanziell etwas aufzubauen. Ein paar einfache Möglichkeiten:

1. Ein kleines Polster aufbauen

Es ist sinnvoll, zuerst etwas Geld zur Seite zu legen – zum Beispiel für:

  • kaputtes Handy
  • Reparaturen
  • unerwartete Rechnungen

Schon 10–50 € im Monat können mit der Zeit ein hilfreiches Notfallpolster werden.

2. Regelmäßig sparen

Man kann sich angewöhnen, jeden Monat einen festen Betrag zu sparen.
Am besten gleich am Anfang des Monats auf ein Sparkonto überweisen. So kommt man gar nicht in Versuchung, das Geld auszugeben.

3. Auf größere Ziele sparen

Übrig gebliebenes Geld kann auch für persönliche Ziele genutzt werden, zum Beispiel:

  • Führerschein
  • Reise oder Urlaub
  • eigene Wohnung
  • Weiterbildung

Ein klares Ziel macht das Sparen oft leichter.

4. Sich auch etwas gönnen

Sparen ist gut – aber es ist auch okay, einen Teil des Geldes bewusst für Dinge zu nutzen, die Spaß machen. Wichtig ist nur, dass man den Überblick behält.

5. Erste Schritte Richtung Zukunft

Wenn regelmäßig Geld übrigbleibt, kann es sich auch lohnen, sich über langfristiges Sparen oder einfache Geldanlagen zu informieren. Dabei kann eine Beratung bei der Arbeiterkammer Wien helfen.

✅ Tipp: Schon kleine Beträge regelmäßig zur Seite zu legen ist oft wichtiger als große Summen – Gewohnheit schlägt Höhe

Wo bekomme ich weitere Infos?

#lehrlinginwien  – HOTLINE

Die Hotline ist an Schultagen von 09:00 bis 17:00 Uhr und in den Ferienzeiten von 09:00 bis 13:00 Uhr besetzt.

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